Über mich — Dagmar: von der Leberfibrose zur gesunden Leber | FettleberReset
Über mich

Ich bin Dagmar. Und das ist meine Lebergeschichte.

Keine Ärztin, keine Ernährungsberaterin — eine Betroffene, die fünf Jahre lang die falschen Antworten bekam und irgendwann anfing, selbst zu suchen. Heute ist meine Leber gesund. Auf dieser Seite erzähle ich dir, wie es dazu kam.

Dagmar — Porträtfoto
Sechs Jahre in sechs Kapiteln

Vom Zufallsbefund zur gestrichenen Diagnose

2020 · Der Anfang
Long Covid — und nichts ist mehr wie vorher

Acht Monate Erschöpfung. Ich nehme zu, obwohl ich esse wie immer. Alle sagen: Das ist der Infekt, das gibt sich wieder. Es gab sich nicht.

2021 · Der Zufallsbefund
„Da ist übrigens eine Fettleber"

Ein Ultraschall wegen etwas ganz anderem. Der Satz fällt beiläufig, fast als Fußnote. Dazu der Rat, den ich noch oft hören werde: „Nehmen Sie halt ein bisschen ab."

2021–2024 · Die Ratlosigkeit
Diäten, Disziplin, Vorwürfe

Ich versuche alles: weniger essen, mehr Sport, Intervallfasten. Das Gewicht steigt trotzdem. Was niemand prüft: mein Insulin. Die Insulinresistenz bleibt jahrelang unentdeckt.

2024 · Der Tiefpunkt
Diagnose Leberfibrose

86,7 kg, Gamma-GT bei 184, und ein Befund, der mir den Boden wegzieht: Das Lebergewebe vernarbt. Stadium 3 von 4. In dieser Nacht beschließe ich, nicht mehr auf Antworten zu warten, sondern sie zu suchen.

2025 · Der Reset
Neun Monate mit der Abnehmspritze

Ich lese Studien, spreche mit Ärzten, starte mit Tirzepatid — und stelle Ernährung und Bewegung um. Zum ersten Mal seit Jahren bewegt sich etwas: Das Gewicht sinkt, die Leberwerte fallen Monat für Monat.

2026 · Heute
Fibrose gestrichen. 57,1 kg. Werte im Normbereich.

Der Moment, in dem der Arzt die Fibrose aus der Akte streicht, ist der Grund für diese Webseite. Wenn meine Leber das geschafft hat, kann deine das auch — und du sollst nicht fünf Jahre brauchen, um herauszufinden, wie.

Was niemand sieht

Die Leber vernarbt leise. Die Seele auch.

Was in keinem Befund steht: die Stimme im eigenen Kopf. Jahrelang war sie mein härtester Richter. „Du bist zu undiszipliniert.“ „Andere schaffen das doch auch.“ „Du hast es nicht anders verdient.“ Irgendwann habe ich im Spiegel nur noch mein Gesicht betrachtet — alles unterhalb war wie ausgeblendet, als gehörte es nicht zu mir. Ich habe Einladungen abgesagt, weil ich wusste, dass fotografiert wird. Und jeder dumme Spruch — beim Arzt, im Bekanntenkreis, im Vorbeigehen — blieb hängen wie klebriger Teer. Man wäscht ihn nicht mehr ab. Man trägt ihn mit sich herum.

Das Grausamste an dieser Krankheit ist nicht die Leber. Es ist, dass sie dich glauben lässt, du seist selbst schuld — während dein Stoffwechsel längst gegen dich arbeitet und niemand hinschaut.

„Ich zog nicht mehr das an, was mir gefiel. Ich zog das an, was mich möglichst unsichtbar machte.“
Aus meinem Buch
„Jeder wusste angeblich, wie ich abnehmen sollte. Kaum jemand fragte, warum es trotz aller Versuche nicht funktionierte.“

Und dann, als die Werte zum ersten Mal fielen, passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte: Die Stimme wurde leiser. Mit jedem Kilo, mit jedem besseren Laborwert kam ein Stück von mir zurück. Ich habe angefangen, mich wieder auf besondere Anlässe zu freuen, statt Ausreden zu suchen. Shoppen hat wieder Spaß gemacht — ich habe Kleider gekauft, die ich schön finde, nicht welche, die verstecken. Und irgendwann stand ich morgens vor dem Spiegel und habe wieder ganz hingeschaut. Nicht nur das Gesicht. Alles. Das hat keine Waage der Welt gemessen. Aber es war die größte Veränderung von allen.

„Diese Seite ist alles, was ich 2021 gebraucht hätte — und nicht gefunden habe."

Deshalb schreibe ich hier: über die Fettleber, die Abnehmspritze und Insulinresistenz. Verständlich, ehrlich, mit meinen echten Werten. Keine Heilsversprechen — nur das, was bei mir funktioniert hat, und die Studien dahinter.

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