Tirzepatid ahmt zwei körpereigene Darmhormone nach — GLP-1 und GIP. Das klingt technisch, fühlt sich aber im Alltag erstaunlich einfach an.
Das ständige Gedankenkreisen ums Essen — der „Food Noise" — verschwindet. Zum ersten Mal seit Jahren habe ich vergessen zu essen, statt ans Essen zu denken.
Die Zellen reagieren wieder auf Insulin. Der Blutzucker stabilisiert sich, die Fetteinlagerung in der Leber verliert ihren Antrieb.
Weniger Fett, weniger Entzündung: In den Studien bildete sich bei der Hälfte der Teilnehmer sogar die Fibrose zurück. Bei mir auch.
„Die Spritze nimmt dir das Abnehmen nicht ab. Aber sie beendet den ständigen Kampf gegen den eigenen Körper.“Aus meinem Buch
Die ersten Wochen können unangenehm sein: Übelkeit, Völlegefühl, Müdigkeit. Bei mir wurde es ab Woche drei deutlich besser — langsames Aufdosieren ist entscheidend.
Ohne Eiweiß und Bewegung verlierst du Muskeln statt Fett. Die Spritze nimmt den Hunger — was du isst, bestimmst immer noch du.
Sie gehört in ärztliche Begleitung. Blutwerte vorher und regelmäßig danach — die Spritze ist ein Medikament, kein Lifestyle-Produkt.
In „Ich, Herr Friedrich und die Abnehmspritze" erzähle ich, wie die neun Monate mit Tirzepatid wirklich waren: die Zweifel am Anfang, die Nebenwirkungen, die ersten Erfolge — bis zu dem Termin, an dem die Fibrose aus meiner Akte gestrichen wurde.
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