Als ich meinen ersten Befund bekam, stand da „NAFLD" — nicht-alkoholische Fettlebererkrankung. Ein Name, der vor allem sagt, was die Krankheit nicht ist. Seit 2023 wird international umbenannt, und inzwischen steht es auch auf deutschen Befunden: Aus NAFLD wurde MASLD, aus NASH wurde MASH.
Was die Abkürzungen bedeuten
Metabolische Dysfunktion-assoziierte steatotische Lebererkrankung — die Fettleber. Früher: NAFLD.
Die entzündete Form der Fettleber. Früher: NASH. Ab hier läuft die Uhr Richtung Fibrose.
Warum der neue Name besser ist
Das M steht für „metabolisch" — und genau da gehört der Fokus hin. Der alte Name definierte die Krankheit über den Alkohol, den man nicht trinkt. Der neue benennt die echte Ursache: eine Stoffwechselstörung, meistens mit Insulinresistenz im Zentrum. Für mich ist das mehr als Kosmetik. Jahrelang schwang bei „Fettleber" immer ein stiller Vorwurf mit — zu viel gegessen, zu wenig bewegt, vielleicht heimlich getrunken? Der neue Name sagt: Dein Stoffwechsel ist erkrankt. Das kann man behandeln. Und niemand muss sich dafür schämen.
MASLD = Fettleber, MASH = entzündete Fettleber. Diagnose, Stadien und Behandlung bleiben gleich — nur die Wörter sind neu. Wenn du unsicher bist, was auf deinem Befund steht: Frag nach. Du hast ein Recht darauf, deine eigene Diagnose zu verstehen.
Und noch etwas macht die Umbenennung leichter: die Suche nach Informationen. Wer heute nach MASLD und MASH sucht, findet die aktuellen Studien und Behandlungen — von der Abnehmspritze bis zu Resmetirom, dem ersten zugelassenen MASH-Medikament.